Erstmals Plastik im menschlichen Blut gefunden

Plastik im menschlichen Blut gefunden

Wir atmen Mikroplastik über die Luft ein. Auch durch die Nahrung nehmen wir es zu uns. Das ist schon länger bekannt. Jetzt aber haben Forschende erstmals Plastik im menschlichen Blut gefunden. Was das genau bedeutet, liest du hier.

Wir versinken in Plastik

Die Welt versinkt in Plastik. Nur 15,6 % des Plastikmülls in Deutschland werden wirklich recycelt. Plastik landet im Meer und braucht Hunderte von Jahren, um sich zu zersetzen. 2050 könnte es mehr Plastik als Fische in unseren Meeren geben.

Mikroplastik, das entsteht, wenn Plastikmüll zerfällt, findet sich überall in der Natur wieder. Und nicht nur das: Wir atmen es über die Luft ein, nehmen es über Nahrung und Wasser (aus Plastikflaschen) zu uns und es lagert sich so auch im menschlichen Körper ab.

Plastik im menschlichen Blut nachgewiesen

Und es geht noch weiter: Lange Zeit waren es nur Vermutungen, jetzt gibt es wissenschaftliche Beweise. Im März 2022 wiesen Forschende der Vrije Universiteit Amsterdam erstmals Plastikpartikel im menschlichen Blut nach. Die niederländischen Wissenschaftler*innen fanden sie bei 77 % der Personen, die an der Studie teilnahmen.

Besonders interessant: Die Wissenschaftler*innen konnten die verschiedenen Plastikarten unterscheiden:

  • bei der Hälfte der Teilnehmer*innen fanden sie PET, das Plastik das bei Kunststoff-Trinkflaschen benutzt wird.
  • bei einem Drittel der Personen fanden sie Polystyrol, das für Lebensmittelverpackungen verwendet wird.
  • bei einem Viertel aller Probanden wurde Polyethylen gefunden, das zur Herstellung von Plastiktüten genutzt wird.

Die Ergebnisse dieser Studie sind auch deshalb so wichtig, weil sie zeigen, dass Mikroplastik in unserem Körper wandern kann. Mikroplastik wird also durch unseren Blutkreislauf gepumpt. Wie sich das langfristig auf unseren Körper auswirkt, ist dagegen noch nicht erforscht.

Deswegen ist es umso wichtiger, dass weitere Forschungen angestellt werden, um sicher sagen zu können, was passiert, wenn die Plastikpartikel praktisch überall im Körper hingelangen können. In der Zwischenzeit heißt es: Auf Plastik verzichten, wo immer es möglich ist.

Plastik aus deinem Alltag verbannen

Die Ergebnisse geben Grund zur Beunruhigung. Deshalb solltest du jetzt damit anfangen, Plastik so weit wie möglich aus deinem Alltag zu verbannen.

Konkret kann das bedeuten:

Plastikfreie Produkte im Haushalt verwenden

Vor allem in Küche und Bad, wo sich viel Plastik ansammelt. Zum Beispiel: Bewahre deine Lebensmittel in Keramiktöpfen auf, halte sie in Bienenwachstüchern frisch, nutze Brotdosen aus Edelstahl und festes Duschgel und festes Shampoo im Bad.

Lebensmittel ohne Plastikverpackung kaufen

Zum Beispiel im Unverpackt-Laden. In deiner Nähe gibts keinen? Hier gibts Tipps für plastikfreien Einkauf.

Wasser nicht aus Plastikflaschen trinken

Besser: Wasser aus der Leitung oder aus Glasflaschen trinken. Wenn du Leitungswasser trinkst, sparst du sogar noch Geld.

Für noch mehr Ideen wie du plastikfrei leben kannst, schau dir diesen Artikel an.

Hier erfährst du außerdem, ob Plastik krank macht.

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